Surface & Profile

MÄGERLE BLOHM JUNG

Cylindrical

STUDER SCHAUDT MIKROSA

Tools

WALTER EWAG

Ein Stück STUDER-Geschichte

Jahrelang standen sie nutzlos im Keller von STUDER. Schmierig und verstaubt. Maschinen aus der Ver­gangenheit. Niemand hatte noch ein Auge für sie. Bis STUDER den Raum für eine an­dere Nutzung benötigte. Und die Frage: Was tun mit der Vergangenheit aus dem dunklen Keller. 'Auf den Schrottplatz?' Nein, das brachte der damalige STUDER-Chef Walter Bachmann nicht übers Herz: 'Wir stellen sie aus, richten ein STUDER-Museum ein', entschied er. Eine Entscheidung mit doppelt positi­ver Wirkung. Zunächst bekamen wir Polymechaniker-Lernende eine neue, ungewohnte, aber reizvolle Aufgabe. Wir gingen mit Feuereifer daran, die alten Maschinen zu restaurieren, zu putzen und zu polieren und wieder gebrauchsfähig zu machen. Seit das STUDER-Museum eröffnet wurde, haben nicht nur Mitarbeiter, sondern viele Kun­den einen interessierten Blick in die tech­nische Vergangenheit geworfen. Mittlerweile sind nicht nur die Maschinen aus dem STUDER-Keller ausgestellt, sondern auch Kunden haben uns alte, nicht mehr in Produktion stehende Ma­schinen zur Verfügung gestellt. Ein gutes Dutzend kleinere und grössere Maschinen stehen im Museum, dazu jeweils eine Kurzbeschreibung über Maschinentyp, Funktion und Einsatzzeit. Dabei sind es nicht nur STUDER-Produkte, die ausgestellt werden. Eine Tischhobel­maschine zum Beispiel - 1916 von STUDER in Betrieb genommen und noch bis 1985 in der Produktion im Einsatz. Oder eine Rundschleifmaschine Typ A, Baujahr 1920, die entspricht der ersten vom Firmengründer Fritz Studer gebauten Maschine. Oldtimer, die es zu hegen und zu pflegen lohnt. Alle diese Maschinen zu restaurieren war nicht nur eine tolle Abwechs­lung, sondern wir haben dabei auch eine Menge gelernt.

Lars Streit, Polymechaniker 3. Lehrjahr