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WALTER EWAG

Bau eines Eistee-Automaten

01.07.2015

Philemon Inniger war zuständig für alle mechanischen Arbeiten. Er hat sich beispielsweise mit dem Becher- und Pulverspender beschäftigt. Zudem hat der das Gehäuse aus lebensmittelerträglichem Kunststoff selbst zugesägt und zusammengeschraubt. Ich hingegen war für die Software zuständig. Ich programmierte den Ausschank des Eistees. Dass wir ein gutes Team sind, kam uns Automatiker-Lernenden der Fritz Studer AG bei unserem ehrgeizigen Projekt zugute. Mehr als einmal mussten wir durchbeissen. Philemon hätte manchmal am liebsten aufgegeben, zum Beispiel dann, wenn er am Vortag mehrere Stunden versucht hat den Becherspender zum Laufen zu bringen und es am nächsten Morgen wieder nicht mehr funktioniert hat. Aufgeben war aber nie eine Option. Besonders motiviert hat uns, dass das Projekt bei Freunden und Familie zu Beginn für «Spötteleien» gesorgt hat. Dass wir Automatiker innerhalb dieser kurzen Zeit bis zur Präsentation der Selbstständigen Vertiefungsarbeit (SVA) einen funktionstüchtigen Eistee-Automaten bauen können, glaubte kaum jemand.

Wir erhielten von Siemens Schweiz AG ein Touch Panel sowie eine Simatic S7-1200-Steuerung. Diese programmierte ich mit dem TIA-Portal, der Programmierumgebung von Siemens. Den Umgang mit Siemens-Geräten war ich dank meiner Ausbildung und Schulung im Bildungszentrum Interlaken (BZI) gewohnt. Der Automat sollte über eine Auswahl von Zitrone- oder Pfirsichgeschmack verfügen, dann das entsprechende Pulver mit Wasser vermischen und in den bereitgestellten Becher füllen. Die Becherausgabe war eine besondere Herausforderung. Die Schieber verklemmten immer wieder und kein Becher kam heraus oder sogar zwei auf einmal. Der Automat erkennt zudem, ob ein Konsument seinen eigenen Becher in die Halterung gestellt hat und diesen wieder füllen will oder ob der Automat einen neuen ausgeben muss. So können die Becher mehrmals verwendet werden, umweltfreundlich also. Das Mischverhalten der verschiedenen Pulver auf dem Markt haben die beiden Automatiker zuvor getestet. Die grobkörnigen verkeilten viel zu stark und das feine mischte sich nicht optimal. Wir mussten viele Becher Eistee trinken in dieser Zeit. Wir fanden jedoch die ideale Dosierung. Der Konsument kann nun nebst den beiden Geschmacksrichtungen zusätzlich zwischen drei Süssigkeitsstufen wählen.

Der Eistee-Automat wurde mit der Note 5,5 benotet. Dies befriedigte uns nicht vollständig. Jedoch war für uns genauso wichtig, dass wir unser Umfeld mit der fertigen Maschine beeindrucken konnten. In Zukunft soll der Automat an kleineren Festen wie zum Beispiel an Familienfesten zum Einsatz kommen. Ob wir uns als ausgelernte Automatiker in Zukunft mit ähnlichen Aufgaben befassen werden, ist noch ungewiss. Philemon möchte die Berufsmatura nachholen und dann studieren. Mein Ziel nach dem Lehrabschluss ist es, mein Hobby zum Beruf zu machen und unter dem Namen KohlerFilms Filme zu produzieren.

Link Film: https://youtu.be/tNK_u0aONN8

Joel Kohler, Automatiker 4. Lehrjahr

Dateien:
Bericht_Eisteeautomat.pdf512 Ki
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